Multinationale Häfen oder Staus, Verzögerungen und steigende Gebühren!
Kürzlich gab Roger Storey, Geschäftsführer von CF Sharp Crew Management, einem philippinischen Seemannsvermittlungsunternehmen, bekannt, dass täglich mehr als 40 Schiffe zum Seemannswechsel in den Hafen von Manila auf den Philippinen fahren, was zu erheblichen Staus im Hafen geführt hat.
Allerdings sind nicht nur Manila, sondern auch einige andere Häfen überlastet. Die derzeit überlasteten Häfen sind folgende:
1. Stau im Hafen von Los Angeles: Lkw-Fahrerstreik?
Obwohl die Hauptsaison für Weihnachtseinkäufe in den Vereinigten Staaten noch nicht begonnen hat, versuchen die Verkäufer bereits jetzt, sich auf die Einkaufsmonate November und Dezember vorzubereiten. Die Dynamik der Hauptsaison für Frachttransporte hat bereits eingesetzt, und die Hafenstaus haben sich zunehmend verschärft.
Aufgrund des hohen Seefrachtaufkommens in Los Angeles übersteigt die Nachfrage nach Lkw-Fahrern das Angebot. Aufgrund des großen Warenvolumens und des Fahrermangels ist das Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach Lkw in Los Angeles extrem unausgewogen. Die Frachtraten für Fernverkehr erreichten im August einen historischen Höchststand.
2. Kleinversender in Los Angeles: Zuschlag auf 5000 US-Dollar erhöht
Mit Wirkung zum 30. August erhöht die Union Pacific Railroad den Zuschlag für überschüssige Vertragsfracht für kleine Transportunternehmen in Los Angeles auf 5.000 US-Dollar und den Zuschlag für alle anderen inländischen Transportunternehmen auf 1.500 US-Dollar.
3. Stau im Hafen von Manila: mehr als 40 Schiffe pro Tag
Roger Storey, Geschäftsführer von CF Sharp Crew Management, einem philippinischen Seemannsvermittlungsunternehmen, erklärte kürzlich in einem Interview mit dem Fachmagazin IHS Maritime Safety: „Derzeit herrscht im Hafen von Manila ein erheblicher Verkehrsstau. Täglich legen über 40 Schiffe in Manila ab, um Seeleute aufzunehmen. Die durchschnittliche Wartezeit für Schiffe beträgt mehr als einen Tag, was zu massiven Staus im Hafen führt.“
Laut den von IHS Markit AISLive bereitgestellten Schiffsbewegungsdaten befanden sich am 28. August 152 Schiffe im Hafen von Manila, weitere 238 Schiffe waren im Anlauf. Vom 1. bis 18. August trafen insgesamt 2.197 Schiffe im Hafen von Manila ein. Im Juli waren es 3.415 Schiffe, im Juni waren es 2.279.
4.Stau im Hafen von Lagos: Das Schiff wartet 50 Tage.
Berichten zufolge beträgt die Wartezeit für Schiffe im Hafen von Lagos derzeit 50 Tage. Rund 1.000 Containerladungen für Exporte sollen am Hafenrand feststecken. „Niemand kann die Zollabfertigung durchführen, der Hafen gleicht einem Lagerhaus und ist massiv überlastet!“, heißt es in den Berichten. Die nigerianische Hafenbehörde (NPA) wirft dem Betreiber des Apapa-Terminals in Lagos, APM, vor, nicht über ausreichende Containerumschlagsausrüstung zu verfügen, was zu dem Frachtstau im Hafen geführt habe.
Der „Guardian“ befragte Mitarbeiter des nigerianischen Terminals und erfuhr: Die Terminalgebühr in Nigeria beträgt etwa 457 US-Dollar, die Frachtkosten 374 US-Dollar und die Kosten für den lokalen Transport vom Hafen zum Lagerhaus etwa 2050 US-Dollar. Ein Geheimdienstbericht der SBM zeigte zudem, dass Warentransporte aus der EU nach Nigeria im Vergleich zu Ghana und Südafrika teurer sind.
5. Algerien: Änderungen der Hafengebühren aufgrund von Überlastung
Anfang August traten die Hafenarbeiter von Bejaia in einen 19-tägigen Streik, der am 20. August endete. Die aktuelle Schiffsanlegereihenfolge in diesem Hafen leidet jedoch unter erheblichen Engpässen zwischen dem 7. und 10. Tag und hat folgende Auswirkungen:
1. Verzögerung bei der Ankunft der Schiffe im Hafen;
2. Die Häufigkeit der Neuinstallation/des Austauschs leerer Geräte wird beeinflusst;
3. Anstieg der Betriebskosten;
Der Hafen schreibt daher vor, dass Schiffe aus aller Welt, die nach Béjaïa fahren, einen Stauzuschlag entrichten müssen. Dieser beträgt 100 US-Dollar bzw. 85 Euro pro Container. Die Antragsfrist beginnt am 24. August 2020.
Veröffentlichungsdatum: 10. Juni 2021






